(Bildquelle: Unsplash / Daiga Ellaby)

Ein herzliches Willkommen – ohne Verpackungssteuer

Gute Nachrichten für alle, die gerne essen gehen oder sich unterwegs etwas Leckeres mitnehmen: In unserer Stadt wird es keine kommunale Verpackungssteuer geben.

Liebe Gäste, liebe Freunde der Gastronomie,

gute Nachrichten für alle, die gerne essen gehen, sich unterwegs etwas Leckeres mitnehmen oder einfach die Vielfalt unserer Ludwigsburger Gastronomie genießen: In unserer Stadt wird es keine kommunale Verpackungssteuer geben. Der Gemeinderat hat sich klar dagegen ausgesprochen – und das ist ein wichtiges und richtiges Signal. Für uns Gastronomen. Für unsere Gäste. Und für eine Stadt, in der Gastfreundschaft noch zählt.

Ein Zeichen der Vernunft und des Miteinanders

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) hat sich intensiv dafür eingesetzt, dass Ludwigsburg diesen Weg nicht geht. Unsere Argumente fanden Gehör – und das macht Mut. Denn was oft wie eine rein politische oder juristische Entscheidung wirkt, hat direkte Auswirkungen auf den Alltag unserer Gäste – Sie liebe Leserinnen und Leser von MON|REPOS –  und unserer Betriebe.

Eine Verpackungssteuer hätte für viele Gastronomen bedeutet: noch mehr Bürokratie, noch mehr Kosten, noch mehr Unsicherheit. Für die Gäste hätte es schlichtweg höhere Preise bedeutet. Dass die Stadt hier nicht mitzieht, ist ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber unserer Branche – und gegenüber den Menschen, die tagtäglich bei uns einkehren.

Wir lieben unsere Gäste – und wollen sie nicht mit Extrakosten belasten

Ob gemütliches Abendessen mit Freunden, schneller Mittagstisch im Büro oder ein heißer Kaffee zum Mitnehmen: Unser Ziel ist es, ein Angebot zu schaffen, das sich jeder leisten kann – ohne komplizierte Zusatzkosten oder Preisaufschläge. Eine kommunale Verpackungssteuer hätte genau das gefährdet.

Denn die Realität ist: Solche Steuern belasten nicht nur die Betriebe, sondern auch unsere Gäste. Und in einer Zeit, in der ohnehin vieles teurer wird, möchten wir genau das vermeiden. Deshalb sagen wir ganz klar: Danke, Ludwigsburg, dass ihr euch für eine wirtschaftsfreundliche und gastfreundliche Lösung entschieden habt.

Bürokratie abbauen – nicht ausbauen

Natürlich teilen auch wir das Anliegen, Verpackungsmüll zu reduzieren und den öffentlichen Raum sauber zu halten. Doch eine kommunale Verpackungssteuer ist dafür der falsche Weg. Warum? Weil sie vor allem neuen bürokratischen Aufwand schafft.

In anderen Städten zeigt sich das bereits: Aufwendige Steuererklärungen, Belegpflichten, komplizierte Regelungen – und seitenlange Auslegungshinweise, die selbst Juristen herausfordern. Das sind Hürden, die weder kleinen Cafés noch etablierten Restaurants weiterhelfen. Im Gegenteil: Sie bremsen, statt zu fördern.

Wir setzen auf echte Lösungen statt Symbolpolitik

Anstatt die Branche mit weiteren Belastungen zu konfrontieren, setzt sich der DEHOGA für konkrete, wirksame Maßnahmen ein. Ein zentrales Anliegen ist dabei die steuerliche Gleichbehandlung von Speisen. Derzeit besteht eine Ungleichbehandlung: Während für Speisen im Restaurant, die auf Mehrweggeschirr serviert werden, der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent gilt, werden Speisen zum Mitnehmen – häufig in Einwegverpackungen – lediglich mit 7 Prozent besteuert.

Das ist nicht nur unfair, sondern setzt auch völlig falsche Anreize. Wir fordern: 7 % auf alle Speisen – ob im Restaurant oder to go. Das wäre nicht nur gerecht, sondern würde auch den Mehrweg-Gedanken fördern und das Gastronomieerlebnis insgesamt stärken.

Gastronomie mit Haltung – Mehrweg statt Wegwerfmentalität

Wir wollen niemandem vorschreiben, wie er sein Essen genießen soll. Aber wir laden unsere Gäste ein, gemeinsam mit uns Verantwortung zu übernehmen. Viele Betriebe in Ludwigsburg bieten bereits Mehrweg-Lösungen an – sei es beim Kaffee, beim Salat oder beim Burger zum Mitnehmen. Oft sogar mit Rabatt für umweltbewusstes Verhalten.

Mehrweg muss einfach, bequem und attraktiv sein – für alle. Genau hier setzen wir als DEHOGA an: mit Unterstützung, Beratung und Kooperationen, die den Umstieg auf Mehrweg wirtschaftlich und praktikabel machen.

Klartext zur wirtschaftlichen Lage

Wer glaubt, dass die Gastronomie sich von allein erholt, irrt. Die letzten Jahre waren für viele Betriebe ein Drahtseilakt. Eine Verpackungssteuer obendrauf? Wäre das letzte, was wir jetzt brauchen. Daher freut es uns umso mehr, dass Ludwigsburg mit Augenmaß handelt – und sich nicht von politischen Trends treiben lässt, sondern auf Gespräche und Fakten setzt.

Ein Dank an Stadt, Gäste und Mitstreiter

Die Entscheidung des Gemeinderats ist auch ein Ergebnis guter Zusammenarbeit: zwischen Stadtverwaltung, Interessenverbänden, der IHK und natürlich vielen engagierten Gastronomen. Wir fühlen uns gehört – und das ist in Zeiten, in denen viele nur noch Schlagzeilen machen wollen, alles andere als selbstverständlich.

Vor allem danken wir aber unseren Gästen. Denn sie sind es, die Tag für Tag entscheiden, wo sie essen, trinken und genießen. Mit ihrer Treue, mit ihrem Feedback, mit ihrer Offenheit für nachhaltige Konzepte – und mit ihrer Begeisterung für gutes Essen.

Die Verpackungssteuer mag in anderen Städten Thema bleiben – in Ludwigsburg ist sie vom Tisch. Und das ist gut so. Für uns. Für unsere Gäste. Und für eine Stadt, in der Gastfreundschaft nicht besteuert wird.

Es grüßt Sie herzlich vom Monrepos
Marcos Angas

Ein Beitrag von Marcos Angas

Er ist erster Vorsitzender des DEHOGA Kreisverbandes Ludwigsburg.

 

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