Es gibt Uhren, die Dinge besser machen. Und dann gibt es Uhren, die Dinge anders machen. Der TAG Heuer Monaco Evergraph gehört zur zweiten Kategorie. Er wirft nicht einfach ein bewährtes System über Bord — er fragt, warum es dieses System überhaupt braucht. Die Antwort, die das TAG Heuer LAB nach fünf Jahren Entwicklung gefunden hat, ist so radikal wie überzeugend: Federnde Bauteile statt Hebel. Bistabile Mechanismen statt klassischer Chronographenarchitektur. Eine Uhr, die sich selbst neu erfindet, ohne sich selbst zu verleugnen.
Denn das Gehäuse bleibt unverkennbar. Das quadratische Formvokabular, die Krone links, die Drücker an der Seite — das ist Monaco. Das war Monaco. Und die Proportionen des Originals von 1969, Referenz 1133, dienen als Vorlage für ein Gehäuse, das in 40 mm Titan neu interpretiert wurde. Was sich verändert hat, liegt innen. Und das ist alles.

160 Jahre für diesen Moment
TAG Heuer und der Chronograph — das ist keine Partnerschaft, das ist eine Identität. Seit der Gründung im Jahr 1860 zieht sich die Entwicklung des Chronographen wie ein roter Faden durch die Geschichte der Maison: Edouard Heuer patentierte in den 1880ern ein schwingender Trieb, der die Zuverlässigkeit von Stoppuhren grundlegend verbesserte.
1916 mass das Mikrograph erstmals auf 1/100 Sekunde genau. 1969 kam die Monaco – die erste quadratische, wasserdichte automatische Chronographenuhr der Welt, angetrieben vom Kaliber 11, dem ersten kommerziell erhältlichen automatischen Chronographenwerk.
Seitdem hat TAG Heuer nicht aufgehört zu fragen, was als Nächstes kommt. Der Monaco Evergraph mit seinem Kaliber TH80-00 ist die vorläufige Antwort auf über ein Jahrhundert dieser Frage.

Das Ende der Hebel
Im Herz des Monaco Evergraph arbeitet das Kaliber TH80-00 – und es arbeitet grundlegend anders als jedes Chronographenwerk zuvor. Wo bislang ein komplexes System aus Hebeln, Federn und Sperrmechanismen die Funktionen Start, Stopp und Nullstellung steuerte, übernehmen nun zwei flexible bistabile Bauteile diese Aufgaben. Eines regelt Start und Stopp, das andere die Nullstellung. Mehr nicht.
Diese Komponenten wurden mit LIGA-Technologie in Hochpräzisionsfertigung hergestellt und im TAG Heuer LAB über fünf Jahre hinweg entwickelt und verfeinert. Das Ergebnis: schnelle, saubere Übergänge zwischen den Positionen, kein Verschleiss über die Zeit, kein Nachlassen der Haptik. Der Chronograph fühlt sich beim zehntausendsten Druck exakt so an wie beim ersten.

Hinzu kommt der TH-Carbonspring-Oszillator, der magnetische Resistenz mit Präzision verbindet, und eine COSC-Zertifizierung, die Ganggenauigkeit bestätigt. Das Kaliber TH80-00 trägt ausserdem eine fünfjährige Garantie — ein Versprechen, das auf der Dauerhaftigkeit der neuen Mechanik beruht.
Offen gelegt — die Architektur des Werks
Das Kaliber TH80-00 ist in invertierter Konstruktion aufgebaut: Barrel, Räderwerk und der TH-Carbonspring-Anker sind von der Zifferblattseite aus sichtbar. Das transparente Zifferblatt verstärkt diesen Effekt – die Zeitanzeigen wirken wie schwebend im Gehäuse aufgehängt, getragen von geschwungenen Bögen, die Barrel und Hemmung in Position halten. Die Hilfszifferblätter für laufende Sekunden und Chronographenminuten fügen sich mit tiefer Symmetrie in dieses Bild ein.

Auf der Rückseite trägt das Werk das für die Monaco-Linie charakteristische Schachbrettmuster – eine Reminiszenz an die Motorsporthistorie der Marke – sowie das schildförmige Schwungmasse. Ein quadratisches Saphir-Sichtbodenglas gibt den Blick auf das Werk frei und unterstreicht die bewusste Einheit von Gehäuse und Uhrwerk.
Zwei Versionen. Eine Haltung.
Der Monaco Evergraph erscheint in zwei Ausführungen: einer Titanvariante mit blauen Akzenten, die an die Referenz 1133B erinnert, die Steve McQueen berühmt machte – und einer schwarzen DLC-beschichteten Titanversion mit roten Akzenten, die die Renn-DNA der Marke zitiert. Beide teilen dieselbe kantige, monolithische Präsenz am Handgelenk — ein Gehäuse, das mit seinen scharfen Facetten an Brutalismus erinnert und dennoch ein Präzisionsinstrument ist.


